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Gemeinsam leiten auf gemeinsamem Weg

Geschrieben von Matthias Keilholz am 18. November 2017

Am 18. November 2017 tagte die Synode des Kirchenkreises Naumburg-Zeitz in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Naumburg. Nach der Andacht zum Wochenspruch – „Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“ (2. Korinther 6, 2b) – und ersten Gedanken zur Bildung von Kirchspielen/Kirchengemeindeverbänden setzten sich die Synodalen intensiv mit dem Leitbild des Kirchenkreises auseinander:

  • Wir wollen eine Gemeinde als Lebensort.
  • Wir wollen eine Gemeinde, die selbständig ist und zugleich ins Netzwerk der Kirche eingebunden bleibt.
  • Wir wollen eine Gemeinde, die andere hinzugewinnt.

In Murmelgruppen diskutierten die 70 Frauen und Männer, Ehrenamtliche und Hauptamtliche darüber, wie sich die Gemeinden im Kirchenkreis verstehen, wie ihr Alltag aussieht und was für die Zukunft wichtig und wünschenswert ist. Mit diesen Gedanken werden sich der Strukturausschuss, der Kreiskirchenrat und die Synode weiter beschäftigen.

Kurz aber mit großem Interesse wurde darüber beraten, wie Gemeindekirchenräte insbesondere in Baufragen entlastet werden können, etwa durch größere Unterstützung durch das Kreiskirchenamt und angemessene, bessere und mögliche Verteilung der Aufgaben. Dafür Vorschläge zu erarbeiten wird Aufgabe des Bau- und Finanzausschusses, des Amtes und des Kreiskirchenrates sein.

Siegfried Kosdon, Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis, stellte einige aktuelle Schwerpunkte der Arbeit vor, so die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die eine neue Gestalt gewinnen soll, oder den Umbau und die geplante Nutzung eines Gebäudes in Naumburg für eigenständige Wohngruppen und neuen Ort der Geschäftsstelle.

Superintendentin Ingrid Sobottka-Wermke ließ in ihrem Bericht das vergangene Arbeitsjahr des Kirchenkreises Revue passieren. Veränderungen in der Mitarbeiterschaft, Projekte der Öffentlichkeitsarbeit (besonders die gelungene Präsentation des Kirchenkreises im Rahmen des Reformationsjubiläums in Wittenberg und die neugestaltete Homepage des Kirchenkreises) und die vertiefte Kooperation der Kreiskirchenämter Naumburg und Merseburg waren Schwerpunkte ihrer Darstellung.

Zu guter Letzt beriet die Synode über den Haushalt 2018, dessen Entwurf von der Leiterin des Kreiskirchenamtes, Katrin Winter, vorgestellt wurde. Einstimmig konnte der Haushalt beschlossen werden.

Eine durchaus theologisch zu deutende „Nebenbaustelle“ tat sich während all der Beratungen auf, die aber eins deutlich machte: „Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (1. Korinther 3,11)
Denn als eine der Tischplatten, vermutlich ob der schwerwiegenden Beratungen, ihren Halt verlor, bauten die einfallsreichen Synodalen eine tragfähige Säule aus Gesangbüchern auf: „Jesus, unsere Freude“ ist ihr Titel. Das gibt soliden Halt.

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