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Dank für 20 Jahre Kirchensanierung

Geschrieben von Daniel Thieme am 2. Juni 2017

Ellen Heinichen, Vorsitzende des Gemeindekrichenrats in Reuden, blickt dankbar auf die Wiedereinweihung der Kirche Predel im Mai 1997 zurück. Der Gottesdienst zu diesem Fest fand vor 20 Jahren, am 28.5.2017 um 9 Uhr statt.

Zwanzig Jahre ist eine sehr lange Zeit in einem Menschenleben, eine ganze Generation, in dieser Zeit wächst ein Kind zu einem Erwachsenen heran. In der Weltgeschichte und in Gottes Zeitrechnung ist es nur ein Augenblick. Also Erinnern nach 20 Jahren, was fällt mir ein? Je mehr ich darüber nachdenke und je öfter ich mich mit jemand unterhalte, und noch viel mehr, wenn ich die Fotos betrachte, umso mehr kommt die Erinnerung an jene aufregende Zeit.

Als erstes fallen mir natürlich die Menschen ein, ohne die alles gar nicht möglich gewesen wäre. Meine zaghafte Frage an Edgar Walther, ob er es sich denn vorstellen könnte, sich um die Arbeiten an der Kirchendecke in Predel zu kümmern. Womit dann ein Dominoeffekt eintrat, denn Edgar hat sich seine Mitstreiter alle selbst gesucht und die brachten ihre eigenen Ideen mit. Allen voran Gerhard Deliga, unser Zimmermann, der gleich wusste; wir bauen ein Innengerüst, die Ständer besorgen wir uns aus dem Forst.

Oder die ABM-Angestellten, mit denen wir damals vom Arbeitsamt finanziert reichlich gesegnet waren, allen voran Erika Karl aus Profen, die uns das wunderschöne Heft über die Kirche Predel bescherte und maßgeblich an der kirchengeschichtlichen Ausstellung beteiligt war.

Und natürlich die unvergessene Hildegard Vogel aus Reinhardshagen, die stets und ständig am Fortgang der Arbeiten interessiert war, Menschenmassen mit ihrer Liebe zu Predel ansteckte und immer wieder phantasiereich Geld auftrieb.

An den holprigen Anfang erinnere ich mich, als wir den Bewilligungsbescheid über 15 000 DM in Händen hielten und der damalige Baupfleger Herr Dähne aus Kitzen tönt; geben Sie das Geld zurück, das soll wohl ein Witz sein, dafür kann gerademal das Innengerüst gestellt werden und weiter nichts. Ich habe ihn ganz erschrocken angesehen und gesagt, aber nein doch, jetzt sind wir froh, erst mal einen Anfang zu haben.  Wir haben dann die wundersame Vermehrung erfahren, aus 15 wurden 300 Tausend DM.

Oder die Drohung einer Anzeige der Denkmalbehörde, weil wir den Beginn der Arbeiten nicht gemeldet hatten.

Die vielen kleinen und großen Katastrophen, z.B. der Absturz des Traufsimses auf ganzer Länge auf der Seite des Zugangs zum Friedhof.

Die große Hilfsbereitschaft fällt mir ein, sei es jedes Einzelnen, der angesprochen wurde, mitzuhelfen oder zu spenden, die unkomplizierte Hilfe der Verwaltungsgemeinschaft, die uns ABM –Kräfte für den Innenabbruch und die Beräumung des Bauschuttes incl. der Container zur Verfügung stellte. Oder der Tümpelverein, der uns immer die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellte.

Seit 1988 war die Kirche Predel bauaufsichtlich gesperrt wegen des drohenden Einsturzes der Decke links neben der Kanzel. Über 9 Jahre fand kein Gottesdienst in der Predler Kirche statt. Das hatte ich z.B. schon völlig vergessen. Wahrscheinlich, weil die Kirche erst in mein Bewusstsein rückte, als ich 1992 den Vorsitz des inzwischen gebildeten Kirchspiels übernahm.

Das gemeinsame des Kirchspielrates möchte ich an dieser Stelle einmal hervorheben. Es wurde immer alles getragen von allen Kirchenältesten ob aus Reuden, Predel oder Ostrau. Die Arbeiten an den anderen Kirchen wurden in dieser Zeit zurückgestellt, da es nicht möglich war für mehrere Objekte Zuschüsse zu beantragen.

Von einem ganz besonderen Moment möchte ich zum Schluss noch erzählen, als ich das erste Mal die Kirche betrat, nachdem die Gerüste gefallen waren und die Malerarbeiten beendet. Es war, als steht der Himmel offen, ein unbeschreibliches Glücksgefühl über so viel Schönheit, das Helle, die beeindruckende Farbigkeit, die Komposition im Altarbereich mit Kanzel, Marienaltar und Orgelprospekt. Dieser Moment ist geblieben und es bewegt mich immer noch sehr, wenn ich in die Kirche eintrete, dies ist wirklich ein heiliger Ort.

Viel könnte ich noch erzählen z.B. über die vielen vielen schönen Sachen, die seither in unserer Kirche stattgefunden haben, aber dazu ein andermal vielleicht mehr. Wir möchten als Kirchgemeinde gern alle einladen, die damals maßgeblich mitgewirkt haben, so sie noch leben. Das war uns leider bis zu heute nicht möglich, wir werden es nachholen und ein schönes Erinnerungsfest feiern. Versprochen.

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