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Klanglesung in Luckenau

Geschrieben von Matthias Keilholz am 23. Februar 2019

Hat Stille einen Klang? Wie hört sie sich an? Sie kann so leise sein, dass man gar nicht schlafen kann. Und ohne Worte kann sie Wunderliches und Wunderbares beschreiben, sogar ein Loblied anstimmen, das von Tag zu Tag und von Nacht zu Nacht eilt (Psalm 19). Das zu entdecken, hatten sich rund 60 Gäste aufgemacht, die am 22. Februar die Klanglesung im Evangelischen Gemeindezentrum in Luckenau erlebten.
Mit leisen und starken Tönen verlieh Miroslava Stareychinska dem Abend einen besonderen Klang. Außergewöhnlich war ihr Instrument, die Harfe. Und außergewöhnlich ihr Spiel, das hineinführte in die Bilder, die der Schriftsteller Georg Magirius durch seine Worte malte. Er entführte in die zauberhafte Welt der Stille im Alltag und schärfte den Blick für das Verborgene, das sich durch Stille offenbart.

Nach Ende des Programms nutzen die Zuhörerinnen und Zuhörer die Gelegenheit, um mit dem Autor ins Gespräch zu kommen oder sich von der Harfenistin ihr Instrument vorstellen zu lassen. Oder sie standen und saßen noch beim Imbiss zusammen und ließen den Abend auf ihre Weise ausklingen, redend und manche auch bewegt schweigend.
Der Klang der Stille – lohnend, diesem Geheimnis nachzuspüren. Und schön, wenn man dabei durch berührende Worte und Klänge geleitet wird.

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