Wege mit dem Kreuz – Kreuzweg 2021

Am Sonntag Palmarum gibt es die Tradition des gemeinsamen Kreuzweges. Schon im letzten Jahr konnte dieser nicht stattfinden. So stand es auch in diesem Jahr zu befürchten. Doch eine individuelle Variante gab neue Möglichkeiten trotz Einschränkungen. Alle Teilnehmenden bakamen neben einer Karte auch einen Text für jede Station.

Gestartet sind die meisten Läuferinnen und Läufer in der Stadtkirche Hohenmölsen. Hier stand das einfach Holzkreuz im Mittelpunkt. Das Gewicht dieses Kreuzes erinnert uns daran, dass auch Jesus schwer zu tragen hatte am Kreuz. Warum tuen Menschen einander soetwas an?

Die nächste Station für die Läufer und Läuferinnen wahr in der Kirche Zembschen zu finden. Hier konnten sie Gott ins Auge sehen. Gott sieht alles – dass mag man zu diesem Auge denken. Das kann uns Angst machen, wenn wir dahinter einen gnadenlosen Blick vermuten.
Doch was ist, wenn wir mit Gott auf Augenhöhe sind. Dafür hat Jesus gesorgt oder besser gesagt, uns wieder darauf hingewiesen, dass Gott uns schon immer liebevoll ansieht.

Die lange Strecke führte dann in die Kirche Keutschen. Dort musste man schon ein wenig suchen, um das Bild vom Weltenrichter zu finden. Im Altarraum sind noch die Reste der Deckenmalerei zu sehen. Sie zeigt den Weltenrichter. Vor einem Richter könnten wir schon wieder Angst bekommen. Doch wir wissen auch, was wir anders machen können. Jesus hat immer wieder deutlich gemacht, dass es die Nächstenliebe ist, mit der wir alles Richtig machen.

Die vorletzte Station war die Kirche St. Martin in Jaucha. Sie war ganz im Zeichen des Sonntages mit Stoffen, Kleidern und Palmenwedeln ausgelegt. Wofür stehen die Palmenwedel? In der unendlichen Wüste aus Sorgen und Angst, da lockt die Oase aus Hoffnung und Freude. Diese Oasen in der Wüste sind schon weithin sichtbar mit ihren Palmen. Die Zweige verheißen uns Besserung. Nur noch die Schritte bis dahin und dann wird alles gut. Auch mit Jesus verbanden die Menschen ihre Hoffnung auf Besserung – sie hatten ja keine Ahnung, wie der Weg noch weitergehen würde.

So führte unser Weg mit dem Kreuz auf seiner lezten Station wieder in die Kirche Hohenmölsen. Hier findet sich ein beeindruckend großes Kruzifix. Betrachtet man so ein Kreuz, dann sind es zwei Balken. Von oben nach unten geht der erste, große Balken. Er verbindet Himmel und Erde. Und dann ist da dieser Balken quer, von einer Seite zur anderen. Aus einem Folterinstrument ist über die Zeit ein Symbol geworden. Ein Zeichen für uns Menschen und Gottes Botschaft an uns. Das Kreuz verbindet uns Menschen miteinander. Jesus für uns und wir füreinander. So können wir unsere Wege weiter ziehen in die Karwoche.

Ein Herzlicher Dank auch an die Mitwirkenden vor Ort, welche die Kirchen öffneten und für Fragen ansprechbar waren!

 

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