Busweise Ermutigung

Gleich mit zwei Reisebussen und einigen PKW erschienen über 70 Freunde und Weggefährten aus der Region Nördliches Zeitz in Lehnin, um ihren ehemaligen Pfarrer Thomas Wisch bei der Einführung in sein neues Amt als Superintendent des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg zu begleiten.

Die Klosterkirche war zum Festgottesdienst voll besetzt von Gästen aus dem ganzen, neu gegründeten Kirchenkreis. Gemeindeglieder, Mitarbeitende im Verkündigungsdienst, aus der Verwaltung und viele andere waren gekommen, um ihren neuen Superintendenten zu begrüßen und ihm für seine Aufgabe Gottes Segen zu wünschen.

Nach der Verabschiedung und Entpflichten der ehemaligen leitenden Mitarbeitenden der bisherigen Kirchenkreise Beelitz-Treuenbrietzen, Brandenburg und Lehnin-Belzig führte die Generalsuperintendentin des Sprengels Potsdam, Heilgard Asmus, Pfarrer Wisch als Superintendenten ein. Aus seinem ehemaligen Kirchenkreis Naumburg-Zeitz wirkten Superintendent i.R. Reinhard Voitzsch und Pfarrer Matthias Keilholz als Assistenten an der Einführung mit.

Im Anschluss an den Gottesdienst, den Kantorei, Bläserkreis, Gospelchor und Solisten musikalisch ausgestalten, waren alle Gäste zum Empfang eingeladen. Wegen der großen Zahl luden die Lehniner gleich dazu ein, in der Kirche zu bleiben.

Nach einem reichhaltigen, vielfältigen und stärkenden Imbiss, der nicht nur den weit Gereisten gut tat, folgten die Grußworte u.a. vom Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark, vom katholischen Dekan und vom Präses des Kirchenkreises. Die Kollegen des neuen Arbeitsbereiches hatten einige Kirchenlieder umgedichtet, deren passende Worte für große Erheiterung sorgten, und die ob der dichterischen und musikalischen Meisterleistung mit viel Applaus belohnt wurden.

Die Abordnung des NöZZ hatte für die Mittelmark-Brandenburger eine erzählte Bildergalerie mitgebracht, in der einige Minitaturen und Portraits ihres Pfarrers humorvoll verpackt dargeboten wurden. Andy Haugk und Matthias Keilholz erinnerten an legendäre Auftritte: Wisch als Johannes der Täufer, als Pettersson oder als unbekannter Ritter. Seine Leidenschaft für Kopfbedeckungen, das Radfahren oder den Kanusport kamen zur Sprache, ebenso seine Arbeit als Gemeindepfarrer und Regionalarbeiter. Hinter den Bildern standen Charaktereigenschaften, die die Vielfalt von Thomas Wisch aufzeigten: einer, der das große Ganze zusammenführt und dabei den einzelnen im Blick behält, der das rechte Wort zur rechten Zeit sagt, sich auch nach einem unfreiwilligen Ausstieg aus dem Boot wieder ins Zeug legt; einer, der auch die schrägen Situationen des Alltags kennt, weil er – ganz Mensch – Teil dieses Alltags ist, und der mit Humor und Mut seine Arbeit anpackt.

Nach bewegenden drei Stunden in Lehnin war für die Ermutiger aus dem NöZZ die Zeit für die Heimreise gekommen. Dass es dabei noch einmal feuchte Augen gab, ist kein Wunder. Jetzt aber mutig ans Werk zu gehen – in Lehnin und im NöZZ – ist die nächste Aufgabe. Und dabei werden gewiss auch das eine oder andere Gespräch über die Entwicklung hier und dort und die freundschaftlichen Beziehungen den Kontakt aufrecht erhalten.

Wer mehr über die neue Wirkungsstätte von Thomas Wisch erfahren möchte und Kontaktmöglichkeiten sucht, wird hier fündig: Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg

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